Fenster und Türen

Undichte Fenster und Türen führen durch ihren schlechten Wärmeschutz zu erhöhten Energiekosten und schränken den Wohnkomfort ein.

Viele der vor Anfang der 1970er Jahren errichteten Gebäude sind mit einfach verglasten Fenstern ausgestattet, welche hohe Energieverluste verursachen. Erst im Laufe der Zeit wurden durch die technische Weiterentwicklung mehrfachverglaste Fenster, Wärmeschutz- oder auch Vakuumverglasungen in Gebäuden installiert und so der Energieverlust minimiert. Neben der Verglasung ist auch das Rahmenmaterial ausschlaggebend für die Energieeinsparung. Marktführend sind sowohl Holz- als auch Kunststoffrahmen. Auch Verbundmaterialen sind denkbar, um die Vorteile verschiedener Werkstoffe, wie beispielsweise die Witterungsbeständigkeit von Aluminium und die Ästhetik von Holz, zu kombinieren. Neben Energieverlusten können Fenster durch Sonneneinstrahlung auch Energiegewinn erzielen. Die Art der Verglasung ist hierfür ausschlaggebend. Mehrfachverglaste Fenster minimieren den Wärmeeintrag dank der besseren Wärmedämmung. Ein sommerlicher Wärmeschutz ist wichtig, um energieintensive Klima- und Lüftungsanlagen zu vermeiden. Außenliegende Verschattungen, wie beispielsweise Jalousien oder Rollladen, sorgen dafür, dass Strahlung nicht in das Gebäude eindringen kann und sind deshalb am wirkungsvollsten. Auch große Laubbäume können im Sommer schattenspendend wirken.

Ebenso wie Fenster spielen Außentüren eine wichtige Rolle bei der Minimierung von Energieverlusten. Darüber hinaus spielt die Dichte der Anschluss- und Bewegungsfugen eine wichtige Rolle. Oftmals können Bodendichtungen sowie Dichtungsbänder und -leisten auch noch nachträglich angebracht und so der Wärmeschutz erhöht werden. Um einen massiven Wärmeabfluss von innen nach außen zu vermeiden, ist es außerdem empfehlenswert, eine thermische Trennung in Form einer Sockeldämmung zwischen innerer Bodenplatte und äußerer Eingangstreppe zu installieren.

Tipps

  • „Nutzerverhalten“: Türen zu Treppenhäusern und Nebenräumen sollten stets geschlossen werden. Richtiges Lüften in Form von Stoßlüften verhindert Schimmelbildung und Wärmeverluste. Das Dauerkippen von Fenstern sollte unbedingt vermieden werden.
  • „Austausch und Abdichtung“: Einfach verglaste Fenster sollten ausnahmslos in allen Räumen ausgetauscht werden. Darüber hinaus sollten fehlende oder defekte Dichtungen nachgerüstet oder ausgetauscht werden, um Wärmeverluste zu minimieren.
  • „Rollladenkästen“: Rollladenkästen sollten unabhängig von der Erneuerung der Fenster geprüft werden, da diese oftmals nicht ausreichend wärmegedämmt sind. Bei Bedarf können Rollladenkästen nachträglich gedämmt werden.
  • „Maßnahmenkombination“: Wird die Gebäudehülle gedämmt, sollten gleichzeitig die Fenster erneuert werden. Vorsicht bei Erneuerung der Fenster ohne Dämmung der Außenwände: Problematisch kann dies sein, da die neu eigebauten Fenster einen besseren U-Wert als die Außenwände haben und so Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel entstehen können.
  • „U-Wert“: Wärme hat die Eigenschaft, immer von der warmen zur kalten Seite zu wandern. Für jedes Bauteil eines Gebäudes kann die Geschwindigkeit des Wärmedurchgangs bestimmt und mittels des sogenannten U-Wertes beschrieben werden. Je höher der U-Wert, desto stärker der Wärmestrom und desto höher die Wärmeverluste.
  • „Kirchenfenster“: Kirchenfenster sind oftmals nur einfach verglast. Das Nachjustieren von Scharnieren führt zur Vermeidung von Zugerscheinungen. Energiespar- oder Kälteschutzfolien können den Wärme- und Schallschutz verbessern. Eine zusätzliche, äußere Isolierverglasung kann zu geringeren Energieverlusten führen. So können historisch wertvolle Scheiben erhalten werden

Fördermöglichkeiten

Besonders das »BAFA und die »KfW bieten Fördermöglichkeiten zur Sanierung von Fenster und Türen an. Eine Übersicht zu verschiedenen Fördermöglichkeiten finden Sie außerdem auf dem »Fact Sheet Klimaschutzförderung.

All die oben genannten Informationen rund um das Thema Fenster und Türen finden Sie »hier zum downloaden und nachlesen.