Temperaturabsenkung

Um kurzfristig effektiv fossile Energieverbräuche einzusparen, ist ein Blick auf unsere kirchlichen Gebäude notwendig: Kirchbauten, Gemeindehäuser, Kindertagesstätten und Wohnhäuser. Ein besonderes Augenmerk gilt hier unseren Kirchbauten, da sie meist nicht durchgängig genutzt werden und gleichzeitig einen großen Heizbedarf haben.

Zwingende Erfordernis zur Absenkung der Raumtemperatur in Kirchenbauten ist die Überwachung der relativen Luftfeuchtigkeit. Dazu dienen Datenlogger, also Geräte, die kontinuierlich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Kirchenraum aufzeichnen. Diese sollten, sofern bisher keine Aufzeichnung stattfindet, zeitnah installiert werden. Die Landeskirche stellt Datenlogger für Kirchbauten auf Antrag kostenfrei zur Verfügung.

Voraussetzung ist, dass sich die Kirchengemeinde verpflichtet, eine Winterkirche einzurichten. Ist dies aus funktionalen oder technischen Gründen nicht möglich, ist mit den kreiskirchlichen Bauabteilungen und der landeskirchlichen Bauberatung eine Absenkung auf das sinnvolle Minimum abzustimmen. Die raumklimatischen Daten sind jährlich auszuwerten. Dazu werden entsprechende Leitfäden zur Verfügung gestellt.

Die erste Hardware für das Daten-Monitoring wurde bereits an die ersten Kirchengemeinden verschickt. Bewerbungen sind weiter möglich, der nächste Satz an Datenloggern wird in spätestens vier Wochen verschickt. Derzeit arbeiten wir auf Hochtouren daran, die Software mit einen IT-Unternehmen unseren Anforderungen entsprechend zu konfigurieren. Wir arbeiten an einer vollautomatisierten Lösung, die es den Verantwortlichen erleichtern wird, Ihre Gebäude zu überwachen, ohne ständig vor Ort zu sein und Daten händisch ablesen zu müssen. Für die Datenübertragung haben wir uns für den LoRaWAN-Funkstandard entschieden, sodass Sie nicht auf eine Wlan-Verbindung in Ihrer Kirche angewiesen sind. Ein Vorteil dieser Datenübertragung sind lange Batterielaufzeiten der Datenlogger (bis zu 10 Jahre) und eine weitestgehende kostenfreie Netzanbindung im urbanen und ländlichen Raum. An jenen Standorten, an denen derzeit noch keine Netzanbindung besteht, stellen wir entsprechende Hardware zur Netzerweiterung zur Verfügung.

Antrag Datenlogger

Rückfragen und Anträge können als formlose E-Mail an klimaschutz@ekvw.de geschickt werden. Wir bitten Sie um folgende Informationen unter dem Betreff „Antrag Förderprogramm Temperaturabsenkung“:

  • Kirchenkreis
  • Kirchengemeinde
  • Adressen Kirchgebäuden
  • 1. Ansprechperson (mit E-Mail-Adresse)
  • Beschreibung der derzeitigen Situation und gegebenenfalls Vorüberlegungen.

Anbringung Datenlogger

  1. Sie schicken uns einen informellen Antrag an klimaschutz@ekvw.de
  2. Wir schicken Ihnen zwei Datenlogger je Kirche per Post zu.
  3. Die Datenlogger verfügen über eine interne und eine externe Sensorik. Sie können wählen, ob Sie die externe Sensorik nutzen möchten, in diesem Fall müssen Sie vor der Anbringung der Datenlogger in der Kirche die mitgelieferten externen Sensoren (mitgeliefertes Kabel) am Datenlogger anschließen.
  4. Für den Fall, dass Sie Datenlogger für mehrere Kirchen beantragt haben, berücksichtigen Sie bitte die richtige Gebäudezuordnung auf der Rückseite der Datenlogger. Bringen Sie die beiden Datenlogger, wenn möglich, wie folgt an:
    • An der bautechnisch und klimatisch sensibelsten Stelle in Ihrer Kirche an, in der Regel ist das die Orgelempore. Versuchen Sie, die Sensorik innerhalb des Orgelgehäuses zu installieren, nutzen Sie dafür die externen Sensoren.
    • In dem Bereich, in dem sich die Gottesdienstbesucher aufhalten. Wir empfehlen das Kirchenschiff, unter der Kirchenbank, mittig in der 2.Reihe. Ist eine Anbringung nahe der Bestuhlung nicht möglich, kann der zweite Datenlogger alternativ im Altarbereich angebracht werden. Bei Unsicherheiten zur Anbringung der Datenlogger in Ihrer Kirche, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Bausachbearbeitenden in Ihrem Kirchenkreis.
  5. Sollten Sie eine unregelmäßige Datenübertragung bei den Datenloggern beobachten, lohnt es sich möglicherweise den Datenlogger näher am Fenster zu positionieren, sodass die Funkübertragung ungehindert stattfinden kann.
  6. Die Datenlogger wurden vom Klimabüro.EKvW bereits eingerichtet. Bitte prüfen Sie nach ihrer Anbringung, ob sich der Datenlogger mit dem Netzwerk verbinden kann. Bitte gehen Sie dabei wie folgt vor:
    • Drücken Sie einmal mind. 4 Sekunden auf den Knopf auf dem Datenlogger
    • Daraufhin sollte die grüne LED 5-mal schnell blinken: Das bedeutet, dass Ihr Sensor eingeschaltet ist
    • Das Gerät leuchtet einmal rot auf: Das bedeutet, dass der Sensor ein Datenpacket verschickt
    • Wenn dieses Datenpacket sich mit dem Gateway (Netzwerk) verbinden konnte, leuchtet der Datenlogger kurz darauf nochmal 5 Sekunden grün
    • Anschließend leuchtet der Datenlogger etwa alle 20 Minuten rot auf, also jedes Mal, wenn er ein Datenpaket verschickt
    • Sie können anschließend die Datenübermittlung online beobachten
    • Wenn Ihr Datenlogger in Schritt d) nicht 5 Sekunden grün aufleuchtet, wenden Sie sich bitte per E-Mail an klimaschutz@ekvw.de. Wir werden in einen zweiten Schritt allen Kirchengemeinden, die über keine ausreichende Netzanbindung verfügen, die notwendigen Gateways zur Verfügung stellen.
  7. Bei etwa 20-30% der Datenlogger kann keine Verbindung hergestellt werden. Das liegt daran, dass das öffentliche LoRaWAN-Netzwerk, das unsere Geräte benötigen, über noch keine lückenlose Abdeckung verfügt. Kann der Datenlogger bei Ihnen keine Verbindung aufbauen, leuchtet er einmal rot auf. In diesem Fall schreiben Sie bitte eine E-Mail an klimaschutz@ekvw.de mit dem Betreff „Netzanbindung Datenlogger“. Bitte geben Sie in der E-Mail die Dev EUINummer an, die sich auf der Vorderseite des Datenloggers befindet. Sollten Sie unsicher sein, können Sie auch alternativ die Gebäudezuordnung auf der Rückseite des Datenloggers angeben. Wir werden in einen zweiten Schritt allen Kirchengemeinden, die über keine ausreichende Netzanbindung verfügen, die notwendigen Gateways zur Verfügung stellen.
  8. Jede Ansprechperson aus Ihrer Kirchengemeinde (in der Regel die Person, die den Antrag gestellt hat) erhält eine E-Mail mit den Zugangsdaten für das Anwendungsprogramm zur Ablesung Ihrer Messdaten. In der E-Mail werden Sie auch Informationen über eine Kurzeinweisung in das Programm erhalten. Aus organisatorischen Gründen haben wir in einen ersten Schritt nur eine Person je Kirchengemeinde für das Programm freigeschaltet. In einen weiteren Schritt werden Sie die Möglichkeit haben, weitere Nutzer in dem Programm anzulegen.

Einrichtung Gateways

  1. Lösen Sie die gelbe Schutzkappe und schrauben Sie die Antenne an das Gateway.
  2. Verbinden Sie das Gateway mit einen Stromanschluss. Das Gerät beginnt, kontinuierlich rot zu leuchten. Das bedeutet, dass das Gerät über eine Stromverbindung verfügt.
  3. Suchen Sie auf Ihrem PC das W-LAN-Netzwerk mit dem Namen dragino-xxxxxx und verbinden Sie Ihren PC mit dem Passwort dragino+dragino.
  4. Öffnen Sie Ihren Internetbrowser und geben Sie in die Linkleiste folgende URL (Internet-Adresse) an http://10.130.1.1/ und drücken Sie die Enter-Taste.
  5. Es öffnet sich ein Login-Fenster. Geben Sie folgende Daten ein und drücken Sie „Sign in“:
    1. User Name: root
    1. Password: dragino
  6. Es öffnet sich die Benutzeroberfläche des Herstellers. Klicken Sie unten rechts auf „Wifi AP“.
  7. Machen Sie unter „WiFi WAN Client Settings“ folgende Eingaben:
    1. Setzen Sie das Häkchen bei „Enable WiFi WAN Client“
    1. Geben Sie unter „Host WiFi SSiD“ Ihren W-LAN-Namen an
    1. Geben Sie unter „Passphrase“ Ihr W-LAN-Passwort an
    1. Klicken Sie auf „Save&Apply“
  8. Ihr Gateway sollte kontinuierlich rot und blau leuchten, wenn es sich mit Ihrem Netz verbinden konnte. Ist die Verbindung gestört, fängt das blaue Licht an zu blinken.

Erklärungsvideo Einrichtung Gateways:

Technische Informationen Hardware

Gebrauchsanweisung Datenlogger:

Gebrauchsanweisung Gateway: