
Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt – und bietet viele neue Ideen für Ihre Kirchengemeinde!
Biologische Vielfalt zu fördern und zu entdecken, kann für Ihre Kirchengemeinde sehr bereichernd sein. Pflanzaktionen sind nicht nur gut für Insekten und viele weitere Tiere, sondern sie stärken auch die Gemeinschaft unter den Mitwirkenden. Gleichzeitig können Sie neue Menschen für Ihre Kirchengemeinde begeistern!
Doch was ist biologische Vielfalt genau? Hier haben wir für Sie einige Hintergrundinformationen zusammengestellt:
Biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, umfasst folgende Aspekte:
- Vielfalt der Arten
- aber auch genetische Vielfalt innerhalb der Arten
- und Vielfalt der Lebensräume
Biodiversität ist neben sauberem Wasser, sauberer Luft und einer intakten natürlichen Umwelt eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen: Biologische Vielfalt innerhalb der Insekten z.B. sichert die Bestäubung von Nutzpflanzen und damit nicht zuletzt unsere Ernährung.
Laut Bericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) sind es rund 50.000 wild lebende Arten, die Menschen regelmäßig für unterschiedlichste Zwecke nutzen. Wenn diese Populationen schrumpfen oder Krankheiten entwickeln, bekommt das auch der Mensch zu spüren. Und nebenbei: Biologische Vielalt ist faszinierend und Naturbeobachtung eine erfüllende und entspannende Freizeitbeschäftigung – sie tut den Menschen gut!
Die evangelische Kirche von Westfalen hat sich Schöpfungsverantwortung nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern will sie auch leben! Mit dem BiCK-Nachfolgeprojekt „Biologische Vielfalt rund um den Kirchturm“ will sie die kirchlichen Potentiale für Biodiversität nutzen und Kirchengebäude, Pfarrgärten und Gemeindeflächen zu „Knotenpunkten urbaner grüner Infrastruktur“ weiterentwickeln.
Rund um den Kirchturm gibt es viel Platz und mit einfachen Maßnahmen wie z.B. Blumenzwiebeln setzen, Totholzhecken bauen oder weniger Mähen kann man biologische Vielfalt fördern. Und das will die EKvW nun finanziell unterstützen.

Gemeinsam handeln – sichtbar wirken
Das Projekt basiert auf drei eng miteinander verbundenen Bausteinen: Im Rahmen von Biodiversitäts-Checks führen Fachleute halbtägige Begehungen durch, um Potenziale an Gebäuden und auf kirchlichen Flächen zu identifizieren – etwa für Nistmöglichkeiten oder naturnahe Bepflanzung. Darauf aufbauend werden die Maßnahmen gemeinsam in den Kirchengemeinden umgesetzt. Dabei können verschiedene Gruppen wie Konfirmand:innen, Kitas oder der CVJM aktiv eingebunden werden, beispielsweise bei Pflanzaktionen oder dem Bau von Insektenhilfen. Die umgesetzten Maßnahmen werden dokumentiert und in die Best-Practice-Sammlung auf kircheundklima.de aufgenommen, um Erfahrungen zu teilen und andere Gemeinden zu inspirieren.
So entsteht nicht nur mehr Artenvielfalt direkt vor Ort, sondern auch sichtbares Engagement für die Bewahrung der Schöpfung. Gleichzeitig eröffnen sich neue Beteiligungsmöglichkeiten innerhalb der Gemeinde, die das Gemeinschaftsleben stärken. Die ökologischen Aufwertungen wirken positiv nach außen und sprechen auch Menschen außerhalb der Kirche an. Langfristig können durch angepasste Pflegekonzepte zudem Kosten eingespart werden.

So läuft der Biodiversitäts-Check ab
Der Biodiversitäts-Check vor Ort umfasst insgesamt etwa drei Stunden: Zunächst verschaffen sich die Fachleute einen Überblick über die Flächen, dokumentieren den Ist-Zustand und halten erste Eindrücke in Notizen und Fotos fest. Anschließend folgt eine gemeinsame Begehung mit Vertreter:innen der Kirchengemeinde, bei der Potenziale direkt vor Ort besprochen werden. Im direkten Anschluss findet ein Workshop im Gemeindehaus statt, in dem konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Dabei ist ausreichend Zeit für einen interaktiven Austausch eingeplant, sodass sich die Beteiligten auf erste Schritte verständigen und gemeinsame Vereinbarungen treffen können.

Kosten & Förderung
Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus:
- Beratung vor Ort: Umweltkollekte + 150€ Eigenanteil
- Maßnahmen: Bitte klären Sie, ob diese Maßnahmen von der Klimaschutzpauschale Ihres Kirchenkreises gedeckt sind

Anmeldung
Teilnahmebedingungen
- Beschlussfassung: Spätestens eine Woche vor der Begehung ist ein entsprechender Presbyteriumsbeschluss per E-Mail (Scan an bick@ekvw.de) einzureichen.
- Umsetzung von Maßnahmen: Innerhalb eines Jahres nach der Begehung sind mindestens drei Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umzusetzen.
- Dokumentation: Nach der Umsetzung sind mindestens drei Fotos der realisierten Maßnahmen an bick@ekvw.de zu senden.
Die Anmeldevorgang erfolgt in drei Schritten:
- Formelle Anmeldung über unser Anmeldeformular mit der Bestätigung der Teilnahmebedingungen
- Terminreservierung über unser Nuudel-Formular
- Einreichung des Presbyteriumsbeschluss
Bitte prüfen Sie vor Ihrer Anmeldung in unserem Nuudel-Formular, ob Sie einen der freien Termine wahrnehmen können. In dieser Ausschreibungsrunde bieten wir nur Begehungen zu den zur Auswahl stehenden Terminen an. An jedem Tag kann nur eine Begehung stattfinden. Falls Sie an keinen der angebotenen Termine können, besteht die Möglichkeit sich über das Anmeldeformular in eine Warteliste einzutragen für eine mögliche zweite Runde.

Rückfragen
Haben Sie noch Fragen? Oder möchten Sie schon jetzt Ihr Interesse an einer Teilnahme vormerken? Sprechen Sie uns an:
Dr. Judith Kuhn
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
