Auch wenn eine gründliche Recherche zur bundesweiten Förderlandschaft für Klimaschutzmaßnahmen einiges an Zeit und Nerven kosten kann, ist sie bares Geld wert.
Die meisten Förderprogramme sind auf bestimmte Maßnahmen (Heizungsoptimierung), Techniken (Wärmerückgewinnung) oder Standards (KfW-Effizienzhaus) begrenzt. Ob Ihre Baumaßnahme förderfähig ist, richtet sich außerdem nach dem Gebäudetyp. Hierbei wird meist zwischen Wohngebäude und Nichtwohngebäude unterschieden. »Förderdatenbanken können Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, sie entlasten aber nicht von der Notwendigkeit, einer thematischen Vertiefung. Ob kirchliche Institutionen förderberechtigt sind, ist selten explizit ausgewiesen, was die ohnehin komplexe Suche eines geeigneten Förderprogramms oft noch erschwert. Die wichtigsten Fördermittelgeber und einige hilfreiche Förderprogramme für kirchliche Antragsteller finden Sie in den Infoboxen.
Die meisten bundesweiten Fördermittelgeber bemühen sich, die Mittelbeantragung stetig zu zentralisieren und weiter zu vereinfachen. Viele Förderanträge werden inzwischen über ein einfaches Onlinetool eingereicht. Trotzdem ist es sinnvoll, Bündelanträge mehrerer Kirchengemeinden oder ganzer Kirchenkreise in Betracht zu ziehen: Auf diese Weise muss sich nur ein Verantwortlicher in die Materie einarbeiten und die teilnehmenden Antragsteller können von Förderprogrammen profitieren, dessen minimale Antragssummen sie alleine nicht erfüllen könnten.
Eine kirchenunabhängige »Broschüre der Förderlandschaft Klimaschutz hat die Initiative CO2online im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erstellt.
BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das »BAFA fördert Energieberatung, Heizungsoptimierung, Heizen mit erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und die Visualisierung des Ertrages aus Erneuerbaren Energien.
BMU: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert auf Basis unterschiedlicher »Förderprogramme zahlreiche Projekte, die das Ziel haben, Umweltbelastungen zu verringern. Die Förderprogramme des BMU werden meist über externe Projektträger abgewickelt.
NRW.Bank
Die NRW.Bank ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf und Münster. Ihre Rechtsform ist die einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Alleiniger Träger der Bank ist das Land NRW. Die NRW.Bank fördert Maßnahmen zur Klimaanpassung, Gebäudesanierung, Maßnahmen im Mietwohnraum und vieles mehr. Ob Programme der »NRW.Bank für Sie in Frage kommen erfahren Sie bei dem entsprechenden Beratungsangebot.
KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau
Die KfW oder Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine Förderbank. Sie ist die weltweit größte nationale Förderbank sowie nach Bilanzsumme die drittgrößte Bank Deutschlands. Die »KfW-Bank vergibt zinsgünstige Kredite und Zuschüsse im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens und der Erneuerbaren Energien.
Kirchenkreise
Einige Kirchenkreise haben eigene Förderprogramme für Klimaschutzmaßnahmen aufgelegt. Bitte nehmen Sie für nähere Informationen Kontakt zum zuständigen Umweltbeauftragten Ihres Kirchenkreises auf.
