Anlässlich der Umweltministerkonferenz in Saarbrücken ruft die Klima-Allianz Deutschland gemeinsam mit weiteren Klima- und Sozialverbänden die Bundesländer dazu auf, das geplante 100-Milliarden-Sondervermögen konsequent für den sozial-ökologischen Umbau vor Ort einzusetzen.
Der Verbund fordert, dass mindestens 60 Prozent der Mittel dauerhaft und planbar in die Kommunen fließen. Dort entscheide sich, wie gut Klimaschutz, Daseinsvorsorge und gesellschaftlicher Zusammenhalt künftig gelingen.
Nach Einschätzung der beteiligten Organisationen stehen Städte und Gemeinden vor enormen Herausforderungen: Haushaltsengpässe, Sanierungsstau bei Schulen und Pflegeeinrichtungen, steigende Energiekosten sowie der notwendige Ausbau von Bus- und Bahnangeboten. Das Sondervermögen könne – richtig eingesetzt – viele dieser Probleme abfedern und zugleich die Energiewende vor Ort spürbar voranbringen.
Besonders betont wird der Bedarf sozialer Einrichtungen wie Pflegeheime, Kitas und Schulen. Die Verbände weisen darauf hin, dass Investitionen in Gebäudesanierung, Photovoltaik und moderne Heizsysteme nicht nur CO₂ einsparen, sondern auch die laufenden Kosten senken. Gerade für gemeinnützige Träger sei das wichtig, weil sinkende Energiekosten direkt die Menschen entlasten, die in solchen Einrichtungen leben oder betreut werden. Dafür benötigen soziale Träger nach Auffassung des Bündnisses eigene, auf ihre Finanzierungsstrukturen zugeschnittene Förderprogramme sowie eine fest definierte Quote aus dem Sondervermögen.
Die Klima-Allianz Deutschland und ihre Partner appellieren an die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder, die verfügbaren Mittel gezielt für klimafreundliche Wärme, moderne Infrastruktur, sanierte soziale Einrichtungen und einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr zu verwenden. Nur wenn Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gemeinsam gedacht werden, könne der Wandel in den Kommunen gelingen.
