Klimawandel

Land NRW erleichtert Solaranlagen auf Denkmälern

Im nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetz vom 1. Juni 2022 wurde dem fortschreitenden Klimawandel und der Sicherstellung der Energieversorgung Rechnung getragen. Wer eine Solaranlage an oder auf einem Denkmal errichten will, braucht dafür grundsätzlich eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis.

Weiterlesen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat nun einen Erlass mit „Entscheidungsleitlinien für Solaranlagen auf Denkmälern“ veröffentlicht. Grundsätzlich sind Solaranlagen zu erlauben, wenn sie keine erhebliche Beeinträchtigung des Denkmals darstellen, es keine Alternativstandorte, die besser für die Errichtung von Solaranlagen geeignet sind, gibt und die Denkmäler nicht vom öffentlichen Raum aus einsehbar sind. Solaranlagen, die vom öffentlichen Raum aus einsehbar sind, sind dann zu erlauben, wenn sie reversibel sind und nur minimal in die Substanz und das Erscheinungsbild des Denkmals eingreifen. Die Erheblichkeitsschwelle für die Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes kann durch Nebenbestimmungen zur Sicherstellung einer denkmalgerechten Gestaltung der Solaranlagen abgemildert werden. Hierbei ist beispielsweise zu berücksichtigen, dass die Solaranlagen sich möglichst der eingedeckten Dachfläche unterordnen müssen.                          

Weitere Infos zu den Entscheidungsleitlinien finden Sie »hier.                                                                                                                  

Ausstellungsverleih: Unsichtbares sichtbar machen

Was bedeuten die Folgen der Klimakrise für das alltägliche Leben von Menschen weltweit? Eine Antwort darauf gibt die Ausstellung „Unsichtbares sichtbar machen“, die ab sofort kostenlos ausgeliehen werden kann.

Die Ausstellung besteht aus 5 vermummten Schaufensterpuppen – stellvertretend für 5 Personen aus Guatemala, die auf Infotafeln ihre Geschichten erzählen: Inwiefern spüren sie die Folgen der Klimakrise, wie beeinflussen diese ihren Alltag, wie setzen sie sich dagegen zur Wehr? Begleitend dazu können drei ca. zweiminütige Kurz-Clips präsentiert werden, die ebenfalls Menschen aus dem Globalen Süden eine Stimme geben. Mitnahmematerialien, die auf weitere Geschichten und Hintergrundinfos im Netz verweisen, runden die Ausstellung ab: Postkarten sowie Streichholzheftchen, welche wortwörtlich „Licht ins Dunkel“ bringen. Die Materialien können sich Interessierte nach Bedarf frei zusammenstellen; Anfragen bitte an foej @ finep.org.

Mehr Infos unter »https://finep.org/finep-materialien/ausstellungen/unsichtbares-sichtbar-machen

Die Ausstellung wird im Rahmen des EU-Projekts #ClimateOfChange verliehen, das vom forum für internationale entwicklung + planung (finep) umgesetzt und von der EU gefördert wird.