Wie können Jugendliche und Erwachsene in der Kirche über die Klimakrise ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas verändern? Eine Handreichung der Evangelischen Kirche von Westfalen und ein Methodenkoffer geben Anregungen für Kirchengemeinden und die Jugendarbeit.
Was macht uns mit Blick auf die Klimakrise Sorgen? Was gibt uns Hoffnung? Und was können wir in unserer Gemeinde konkret verändern? Je nach Alter und Lebenserfahrung fallen die Antworten unterschiedlich aus. Der generationenübergreifende Klimadialog lädt dazu ein, einander zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und gemeinsam nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen. Für die Kirche ist das auch eine Frage der Schöpfungsverantwortung.
Junge Menschen gestalten mit
Die Initiative für den Dialog ging wesentlich von jungen Menschen aus. Die Evangelische Jugend von Westfalen brachte das Anliegen in die Landessynode ein, die den Wunsch nach einem Austausch zwischen den Generationen unterstützte. Für Kirchengemeinden eröffnet das die Möglichkeit, junge Menschen früh einzubeziehen. So können etwa das Presbyterium und die Jugendgruppe gemeinsam überlegen, welche Klimaschutzmaßnahme sie vor Ort als Nächstes angehen wollen.
Vom Gespräch zum gemeinsamen Projekt
Ein Klimadialog kann bei einem Gemeindeabend beginnen oder direkt mit einer gemeinsamen Aktion verbunden werden. In einem Repair-Café können Jugendliche und Ältere ihr Wissen teilen und gemeinsam Dinge reparieren. Ein Klimagarten bietet Gelegenheit, zusammen zu planen, zu pflanzen und Verantwortung für die Pflege zu übernehmen. Auch ein Klimapilgerweg kann Raum für Gespräche darüber schaffen, was Klimagerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung für den eigenen Alltag bedeuten.
Materialien für die Praxis
Das Amt für Jugendarbeit stellt die Handreichung der EKvW und den Methodenkoffer zum Download bereit. Der Arbeitsbereich Jugend und Eine Welt kann außerdem für Workshops, Beratungen und Diskussionsrunden angefragt werden.
