Nachhaltig einkaufen – aber wie?
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat ihre Grundsätze für eine ökofaire Beschaffung überarbeitet und ergänzt. Ziel ist es, ökologische, soziale und ethische Kriterien noch stärker in Beschaffungsprozesse zu integrieren – und so einen Beitrag zum Schutz von Umwelt, Mensch und Tier zu leisten.
Die Grundsätze gelten für alle Beschaffungsvorgänge – von Produkten über Dienstleistungen bis hin zu Bauvorhaben. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Ressourcenschonung und Energieeffizienz, langlebige und reparaturfreundliche Produkte sowie faire Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlohnung. Auch regionale und umweltschonende Produktionsweisen werden bevorzugt. Bei der Verpflegung wird zudem stärker auf pflanzliche Angebote geachtet und der Konsum tierischer Produkte reduziert.
Ein neuer Fokus liegt auf dem Thema Tierwohl. Produkte sollen – insbesondere im Bereich Lebensmittel und Textilien – unter Bedingungen hergestellt werden, die über gesetzliche Mindeststandards hinausgehen.
Zur Unterstützung bei der praktischen Umsetzung wurde eine Kriterienliste entwickelt. Sie hilft dabei, Beschaffungsentscheidungen systematisch zu prüfen – angefangen bei der Frage, ob eine Anschaffung überhaupt notwendig ist, bis hin zu ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten. Dazu zählen beispielsweise Klimaschutz, Ressourcenschonung, faire Arbeitsbedingungen sowie die Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Produkten.
Ergänzend bietet eine Siegelübersicht Orientierung bei der Auswahl geeigneter Produkte. Anerkannte Umwelt-, Sozial- und Tierwohlsiegel erleichtern es, nachhaltige und faire Angebote zu erkennen. Für die Umsetzung im Alltag wird zudem empfohlen, auf den Online-Marktplatz der Initiative „wir kaufen anders“ zurückzugreifen, der entsprechend geprüfte Produkte bereitstellt.
