Best-Practice: Tiny Forest auf dem Friedhof Pferdebachstraße in Witten

Auf einer brachliegenden Fläche des Evangelischen Friedhofs Pferdebachstraße in Witten wurde ein Mikrowald nach der Miyawaki-Methode angelegt.

Mit einer Größe von etwa 500 Quadratmetern erfüllt dieser Wald nicht nur ästhetische Zwecke, sondern bietet auch zahlreiche ökologische Vorteile. Durch die enge Bepflanzung nach der Miyawaki-Methode werden nicht nur Staub und Schatten gebunden, sondern auch die Temperatur gesenkt, was zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Darüber hinaus dient der Tiny Forest als naturnaher Rückzugsort und fördert die Artenvielfalt auf dem Friedhof.

Die Pflanzaktion, bei der 1500 Pflanzen gesetzt wurden, wurde durch die Unterstützung von verschiedenen Kindergruppen und Jugendlichen aus den Kirchgemeinden des Gesamtverbandes realisiert. Citizen Forest, eine ehrenamtliche Organisation, die solche Projekte begleitet, stellte eine Pflanzliste zur Verfügung. Zu den Pflanzen gehörten beispielsweise Großgehölze, wie Buche und Erle sowie mittelgroße Sträucher. Die Vorbereitung des Bodens erforderte die Einbringung spezifischer Nährstoffe, darunter vier große Karren Pferdemist und Humus.

Aktuell befindet sich der Wald in der Phase der Verbesserung, und in ein bis drei Jahren soll er sich selbstständig ernähren können. Geplant ist, dass der Wald mindestens 25 Jahre lang ohne menschliches Eingreifen bestehen bleibt.

Die Umsetzung des Projekts erforderte einen erheblichen Beitrag von ehrenamtlichen Helfern sowie der Friedhofsmitarbeiter des Gesamtverbandes. Obwohl ein Teil der Kosten vom Gesamtverband getragen wird, sind zusätzliche Fördermittel und Spenden erforderlich, um die Realisierung zu unterstützen.

Insgesamt trägt der Mikrowald dazu bei, den Klimawandel zu bekämpfen, und sensibilisiert die Öffentlichkeit für den Schutz der Umwelt.

Bildquelle:

  • image00006: Klimabüro