Gebäude und Energie

Das Engagement für den Klimaschutz in der Kirchengemeinde sollte dort begonnen, wo die meisten Treibhausgase ausgestoßen werden: In den etwa 5.000 kirchlichen Gebäuden in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Häuser und Haustechnik müssen auf den neusten Stand gebracht werden, was neben enormer Energiekosteneinsparungen auch hohe Komfortgewinne mit sich bringt.

MITMACHEN: Um Erfolge sichtbar zu machen, müssen sie messbar werden. Ein wichtiges Werkzeug ist hier das Energiemanagement; d.h. die systematische Aufarbeitung und Auswertung von Verbrauchswerten im Gebäudebestand. Eine gemeinsame Gebäudebegehung kann auch ein erster Schritt sein. Oft entfalten schon kleine Veränderungen eine große Wirkung: Sind die Fenster und Außentüren dicht und sind die oberste Geschossdecke, Kellerdecke und Heizkörpernischen gedämmt? Investieren Sie in die Zukunft und geben sich nur mit den höchsten Standards in der Gebäudesanierung zufrieden! Fast alle Investitionen amortisieren sich im Laufe ihrer Nutzungsdauer.

FAQ GEBÄUDE UND ENERGIE

Wie und von wem wird die Bilanz erstellt?

Die Kreiskirchenämter listen die Energieverbräuche der einzelnen Gebäude auf. Diese basieren auf Zählerablesungen oder Abrechnungen der Energieversorger. Das Klimabüro der EKvW berechnet mit Hilfe der Klimafaktoren für die Energieträger die CO2-Emissionen aus. Diese werden dann gruppiert nach Kirchenkreis und Nutzungsart. Das Klimabüro der EKvW übermittelt die Energieverbräuche an die FEST (Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft e. V.), die die Bilanz der Evangelischen Kirchen von Deutschland berechnet.

Wie werden die Verbrauchsdaten an das Klimabüro übermittelt?

Für die Bilanz 2023 werden die Gebäude- und Verbrauchsdaten in das grüne Datenkonto eingegeben. Wenn bestimmte Datenformate eingehalten werden, ist es auch möglich, dass Excel-Listen zentral in das grüne Datenkonto hochgeladen werden. Hierfür ist eine Absprache mit dem Klimabüro notwendig. Zukünftig ist eine automatisierte Übertragung geplant. Diese wird in 2024 pilotiert.

Welche Gebäude werden bilanziert?

Es sollen kirchlich genutzte Gebäude in der Bilanz erfasst werden. Das sind Kirchen, Kapellen, Gemeindezentren, Gemeindehäuser, Kitas, Schulen, Bildungsstätten.

Dies ist unabhängig davon, ob das Gebäude im Eigentum der LK/KK/KG ist oder angemietet.

Welche Gebäude werden nicht bilanziert?

An Dritte vermietete Gebäude oder Gebäudeteile werden nicht bilanziert. Die Emissionen sind Teil der CO2-Bilanz der Mieter. Gleichwohl hat die Kirche Verantwortung, da sie durch Sanierungsmaßnahmen und Austausch der Heizungsanlagen den Verbrauch und die CO2-Emissionen senken kann.

Deshalb sollen die Verbräuche in der Nebenbilanz aufgeführt werden.

Werden Kitas in Kitaverbünden bilanziert?

Ja. Kitaverbünde gehören zu den Kirchenkreisen.

Wie werden Gebäude mit gemischter Nutzung bilanziert?

Beispiele für eine solche Nutzung sind Gemeindezentrum (=Kirche + Gemeindehaus), Gemeindehaus + Gemeindebüro, Gemeindehaus + Mietwohnung.

Die Verbräuche werden nach Nutzungsart aufgelistet. Der Anteil am Gebäude wird über die Flächen bestimmt. Sind keine getrennten Zähler vorhanden, muss der Anteil am Verbrauch geschätzt werden.

Für das letzte Beispiel gilt: Der Anteil der kirchlichen Nutzung geht in die Hauptbilanz, die der Vermietungen in die Nebenbilanz.

Werden Pfarrhäuser bilanziert?

Ja. Wo Pfarrer:innen eine Pfarrdienstwohnung zugewiesen wurde, gehen wir aufgrund der besonderen Verantwortung von „kirchlicher Nutzung“ auch in privat genutzten Immobilien aus.

Es ist deshalb notwendig, dass die Heizungsabrechnungen der Pfarrer:innen durch die Kreiskirchenämter angefragt werden.

 

Wie wird die Nutzung von zertifiziertem, Öko-Strom bilanziert?

Der Bezug von zertifiziertem, Öko-Strom ist ökologisch sinnvoll, da er Stromanbieter/-produzenten dazu bringt, mehr Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung zu bauen.

Insgesamt wird dadurch der bundesdeutsche Strommix „grüner“.

Dies ist gesellschaftlich gut und hat Vorbildfunktion.

Da aber Strom über das Netz verteilt wird, kann ich die positive CO2-Bilanz nicht für mich allein beanspruchen. Die kirchliche CO2-Bilanz ist weiterhin bestimmt durch den Strom-Mix, der aus dem Netz bezogen wird. Diese Vorgehensweise entspricht dem ortsbasierten Ansatz des GHG Protocol Standards und dem BISKO Standard. Die Nutzung von zertifiziertem Öko-Strom wird deshalb in der Nebenbilanz ausgewiesen.

Was ist zertifizierter Ökostrom?

Als Nachweis für hochwertige Ökostromprodukte soll die Zertifizierung mit einem der etablierten und durch das Umweltbundesamt empfohlenen Ökostrom-Label „ok power“ oder „Grüner Strom“ herangezogen werden.

Wie wird der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Strom bilanziert?

Es ist sinnvoll, Strom da und dann zu erzeugen, wo und wann er gebraucht wird. Dies reduziert Netzlasten und Verluste.

Dieser Stromanteil ist außerdem unabhängig von Marktpreisschwankungen.

Ein hoher Eigenverbrauchsanteil wird besonders bei Kindergärten, Schulen, Hochschulen erzielt, da hier Nutzungs- und Erzeugungsprofil gut übereinstimmen. Auch in Pfarrhäusern ist eine Kombination mit einer Wärmepumpenheizung sinnvoll. Hier sollte jedoch die Nutzung eines Stromspeichers überlegt werden, um den Versatz von Nutzungs- und Erzeugungszeiten auszugleichen.

Da die tatsächliche Eigennutzung gemessen werden kann, geht dieser Stromanteil auch in die eigene Bilanz ein (mit einem Klimafaktor von 0,04 kg CO2e/kWh). Weitere Vorteile sind:

  • Die Kosten für den Eigenverbrauch werden gesenkt.
  • Der überschüssige Strom verbessert den Strommix.
  • Der überschüssige Strom kann in der Nebenbilanz ausgewiesen werden.

Es sind aber Investitionen für die Anlage erforderlich.

Der Teil des Stromes, der ins Netz geliefert wird, kann nicht auf die eigene Bilanz angerechnet werden.

Wie werden größere Anlagen zur kommerziellen Stromerzeugung bilanziert?

Es gelten die gleichen Vorteile, wie bei der Eigenverbrauchsanlage, wenn der Eigenverbrauch nicht über das Netz bezogen wird.

Es lässt sich außerdem eine Rendite mit dem ins Netz eingespeisten Stroms erwirtschaften.

Insgesamt wird dadurch der bundesdeutsche Strommix „grüner“. Es wird mehr regenerativer Strom erzeugt. Dies ist gesellschaftlich gut und hat Vorbildfunktion.

Der Teil des Stromes, der ins Netz geliefert wird, kann nicht auf die eigene Bilanz angerechnet werden, da er von allen Netzstrom-Kunden genutzt wird. Er wird aber als erzeugter Öko-Strom in der Nebenbilanz ausgewiesen.

 

Was steht in der Nebenbilanz?

Die Hauptbilanz ist hinsichtlich der Bilanzierungsregeln konform mit der Bilanz der EKD, basierend auf dem BISKO-Standard und dem GHG Protocols Standards.

In der Nebenbilanz sollen sinnvolle Maßnahmen aufgeführt werden, die nicht direkten Einfluss auf unsere kirchliche CO2-Bilanz haben, aber für eine ökologische Transformation sehr wichtig sind. Dies sind:

  • Nutzung von zertifiziertem Ökostrom.
  • Erzeugen von regenerativer Energie (Solar, Wind, Erwärme) und Einspeisung in das Stromnetz.
  • Anschaffung von E-Ladesäulen.
  • Förderung von ÖPNV-Nutzung (Jobticket).
  • Förderung von Dienstfahrrädern.
  • Besitz und Erhalt von Wald auf Kirchenland.
  • Besitz und Erhalt von Mooren.
  • Förderung von ökologischen Projekten.
  • Emissionen aus Vermietung von kirchlichem Eigentum.
Welche Art von Mobilität soll bilanziert werden?

Es werden Dienstfahrten und Dienstreisen von Mitarbeitenden erfasst.

Werden die Fahrten zum Arbeitsplatz bilanziert?

Nein. Diese Fahrten gehören zur privaten Bilanz der Mitarbeitenden. Gleichwohl hat die EKvW als Arbeitgeber Einfluss auf diese Fahrten, z. B. durch Finanzierung eines Deutschlandtickets oder eines Dienstrades. Deshalb sollen diese Maßnahmen in der Nebenbilanz erfasst werden.

Welche Fahrzeugtypen sollen bei der Mobilität erfasst werden?

Es soll die Art des Fahrzeugs (PKW (klein, mittel, groß), Kleinbus, E-Bike, Fahrrad, ÖPNV, Bahn-Fernverkehr, Flugzeug-Inland, Flugzeug-Ausland) und die Antriebsart bei PKW und Kleinbus erfasst werden (Benzin, Diesel, Erdgas, eFuel, H2, Strom).

Wie wichtig sind unsere Kirchengebäude für den Klimaschutz?

Die kirchlichen Gebäude verursachen mit Abstand die höchsten CO2 Belastungen unter den klimaschutzrelevanten Themenfeldern. Innerhalb diesen Bereichs ist die Wärmeenergie besonders problematisch, da wir hauptsächlich mit fossilen Energieträgern heizen. Elektrische Energie hat in den vergangenen Jahren sehr von der Verschiebung des Strommix in Richtung erneuerbarer Energien profitiert.

Wir möchten unseren Gebäudebestand energieeffizienter und nachhaltiger machen. Was sind die ersten Schritte?

Wenn Sie den großen und wichtigen Themenkomplex Gebäude anpacken möchten, sollten Sie zuerst Ihre Grundsituation klären: Welche Gebäude gibt es in unserer Gemeinde, wie werden sie genutzt, wie ist ihr Zustand und wie sind die jährlichen Energieverbräuche. Eine solche Bestandsaufnahme bietet die Gebäudestrukturanalyse (mit Schwerpunkt auf die Nutzung) und das Energiemanagement (mit Schwerpunkt auf die Energieverbräuche). Ein möglichst umfassendes Wissen über den Istzustand ist unerlässlich, um wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen und um am Ende festzustellen, ob die Maßnahmen die erwünschte Einsparung erbracht haben.

Unsere Gemeinde möchte eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Wer kann uns helfen?

Die Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen gibt einen Zuschuss von bis zu 80% des Beraterhonorars. Mehr Informationen finden Sie » bei der BAFA.

Wie kann mir eine Gebäudestrukturanalyse beim Klimaschutz helfen?

Der Schrumpfungsprozess unserer Kirchengemeinden bewirkt, dass unser Gebäudebestand oft nicht mehr bedarfsgerecht ist. Bei einer Gebäudestrukturanalyse machen Sie sich systematisch Gedanken über die Struktur und Ausnutzung Ihres Gebäudebestands. Dabei können Synergieeffekte aufgespürt und Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Die Möglichkeit der Verkleinerung eines Gebäudebestands birgt oftmals viel höhere Einsparpotentiale als eine PV-Anlage auf dem Dach oder ein E-Auto auf dem Parkplatz.

Was ist Energiemanagement / Umweltmanagement?

Zweck eines Umweltmanagements ist es, Arbeitsabläufe in Unternehmen so zu organisieren, dass nicht nur der gesetzlich geforderte Umweltschutz eingehalten, sondern eine kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Umweltauswirkungen erreicht wird. Das Energiemanagement beschränkt sich dabei auf Wärmeenergie und Stromverbräuche.

Wie führe ich ein Energiemanagement in unserer Gemeinde ein?

Für ein erfolgreiches Energiemanagement müssen Sie zuerst eine Bestandsaufnahme Ihres Gebäudebestands machen. Außerdem brauchen Sie kontinuierliche Messwerte Ihrer Zählerstände und Energierechnungen. Mithilfe dieser Parameter können Sie Kennwerte und Potenziale erkennen und interpretieren.

Wie führe ich das kirchliche Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ in unserer Gemeinde ein?

Der erste Schritt ist der Presbyteriumsbeschluss. Er benennt eine/n Umweltmanagementbeauftragte/n und ein Umweltteam wird gegründet. Als nächstes werden allgemeine Umweltleitlinien formuliert. Es wird eine Umweltbestandsaufnahme durchgeführt und die Verantwortlichkeiten für die Durchführung der geplanten Maßnahmen, regelmäßige Erfolgskontrollen und die systematische Weiterentwicklung des Umweltschutzes geregelt. Nach einer Erprobungszeit werden erneut die wichtigsten Daten und Ergebnisse zusammengetragen, bewertet und gegebenenfalls neue Umweltschutzmaßnahmen eingeleitet. Eine Umwelterklärung macht Erfolge gegenüber der Gemeinde und der Öffentlichkeit transparent. Nach erfolgreicher Einführung besteht für die Kirchengemeinde die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen. Hiernach schließt sich ein neuer Managementzyklus an.

Unser Gebäude verbraucht zu viel Heizenergie, wie finde ich mögliche Schwachstellen in der Gebäudehülle?

Um mögliche Schwachstellen in der Gebäudehülle Ihres Gemeindezentrums / Kindergartens zu finden, bietet sich als erstes ein gemeinsamer Rundgang durch das Gebäude an. Es hift auch immer, sich einen Energieberater einzuladen und / oder Thermografiebilder vom Gebäude zu machen. Generell müssen Sie die grundsätzlichen Fragen nach der Dichtheit der Gebäudehülle beantworten. Sind die Fenster und Außentüren dicht? Ist die oberste Geschossdecke / das ausgebaute Dach gedämmt? Sind Kellerdecke und Heizkörpernischen gedämmt?

Wie können wir unsere Heizung effizienter machen?

Um eine effiziente Heizung zu gewährleisten ist eine regelmäßige Wartung unverzichtbar. Die Zeiteinstellung der Heizungsregelung sollte dabei an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Die Thermostate an den Heizkörpern sollten ebenfalls überprüft werden. Es hilft oft schon, die Heizungsleitungen besser zu dämmen oder die Heizungspumpe auszutauschen. Vergessen Sie bitte nicht, einen Blick in die Zukunft zu wagen und sich schon frühzeitig einen Sanierungsplan zu überlegen. Heizungen fallen oft unerwartet zu hohen Festen aus. Hoher Zeitdruck und schlechte Beratung führen dann oft zu unbefriedigenden Lösungen, die dann für Jahrzehnte für eine schlechte Heizbilanz verantwortlich sind.

Wie können wir unseren Stromverbrauch senken?

Achten Sie bei allen Ihren elektrischen Geräten darauf,  diese auszuschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Investieren Sie in eine abschaltbare Steckerleiste und informieren Sie Ihre Mitarbeitenden über diesen einfachen und wirksamen Einspareffekt. Stellen Sie Ihre Beleuchtung möglichst umfassend auf LED um und installieren Sie, wo möglich, Zeitschalter oder Bewegungsmelder. Lassen Sie Kühlgeräte nur dort laufen, wo Sie genutzt werden und prüfen Sie geschenkte Geräte auf Nutzen, Sicherheit und Energieverbrauch. Informieren Sie sich vor der Neuanschaffung eines Elektrogeräts und kaufen Sie nur Geräte mit höchster Energieeffizienz.

Welche Stellschrauben gibt es bei der Energieversorgung?

Ein erster und einfacher Schritt kann die Umstellung zu zertifizierten Ökostrom sein. Lassen Sie sich vor dem Austausch Ihrer Heizung über alternative Heizsysteme und Brennstofffe beraten. Können Sie von Öl auf Gas oder sogar auf Nahwärme, Wärmepumpen oder Holzpellets wechseln? Bei Wohngebäuden und Kitas bieten sich oft solarthermische Anlagen an. Bei stromintensiven Nutzungen, wie Pfarrhäusern und Kindergärten, rechnet sich fast immer eine gut dimensionierte Photovoltaikanlage.

Wir möchten auf Ökostrom umstellen, was gibt es dabei zu beachten?

Der Begriff „Ökostrom“ ist nicht geschützt und deshalb oft irreführend. Bietet der Stromversorger Ökostrom nur als Nebenprodukt an, unterstützt der Verbraucher auch mit seinem „Ökostrom“ die Kohle- und Atomsparte des Unternehmens. Ökostrom-Zertifikate zeigen hauptsächlich an, aus welchen Quellen der Strom stammt. Sie werden gehandelt und sagen wenig über den Effekt des Ökostroms aus. Wird der Ökostrom beispielsweise aus Norwegen eingekauft, trägt das wenig zur Energiewende bei. Norwegen, mit seinen vielen Wasserkraftwerken, hat schon immer regenerativ Strom produziert und deckt seinen erhöhten Bedarf aus deutschen Überschüssen. Ein Null-Summen-Spiel. Wer mit dem Bezug von Ökostrom zum Ausbau erneuerbarer Energien beitragen möchte, sollte sich nach einem Tarif mit einem Gütesiegel umschauen. Von den führenden Siegeln „Grüner Strom Label“ und „ok-power“ ist das „Grüner Strom Label“ am strengsten.

Wir möchten eine Photovoltaikanlage auf unseren Gebäudedächern installieren. Was sind die ersten Schritte?

Als ersten Schritt sollten Sie einen Verantwortlichen benennen. Danach können Sie sich an die Planung und Dimensionierung der PV-Anlage machen. Dabei stellen sich folgende Fragen: Welche Dachflächen haben Sie? Gibt es Einschränkungen der Statik, des Denkmalschutzes oder örtlicher Bauvorschriften? Stimmt die Besonnung und Ausrichtung der Dächer? Müssen die Dächer zeitnah saniert werden? Sind sie frei zugängig? Haben Sie alle diese Fragen beantwortet, können Sie Förderbedingungen klären, einen Finanzierungsplan aufstellen und schließlich Angebote einholen. Sie sollten mehrere Angebote einholen und eine Garantie für den zu erwartenden Stromertrag fordern. Die abschließende Montage und Inbetriebnahme sollte öffentlichkeitswirksam gefeiert werden. Die Gemeinde kann die PV-Anlage auf einem Gemeindefest eröffnen und eine Anzeigetafel an einem zentralen Ort aufstellen.

Welche Fördermöglichkeiten der Landeskirche / Kirchenkreise gibt es im Bereich Erneuerbare Energien / Gebäudesanierung?

Einige Kirchenkreise haben Fördertöpfe für Sanierungsmaßnahmen an Gebäude angelegt. Hierfür erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrem Kirchenkreis. In der Landeskirche gibt es derzeit keine monetäre Förderung für die Gebäudesanierung.

Welche Fördermöglichkeiten des Bundes / Landes NRW gibt es im Bereich Erneuerbare Energien / Gebäudesanierung?
  • Der undurchdringliche Fördermittedschungel ist auch für Experten schwer zu durchschauen. Eine gut recherchiertes Werkzeug für die Fördermittelrecherche bietet der »FörderNavi der Energieargentur NRW.  Allerdings bilden Religionsgemeinschaften oft eine Sondergruppe und werden nicht bei allen Fördertöpfen bedacht. Auch auf unserer Seite gibt es eine Zusammenstellung möglicher »Fördertöpfe.

Land NRW erleichtert Solaranlagen auf Denkmälern

Im nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetz vom 1. Juni 2022 wurde dem fortschreitenden Klimawandel und der Sicherstellung der Energieversorgung Rechnung getragen. Wer eine Solaranlage an oder auf einem Denkmal errichten will, braucht dafür grundsätzlich eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis.

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Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat nun einen Erlass mit „Entscheidungsleitlinien für Solaranlagen auf Denkmälern“ veröffentlicht. Grundsätzlich sind Solaranlagen zu erlauben, wenn sie keine erhebliche Beeinträchtigung des Denkmals darstellen, es keine Alternativstandorte, die besser für die Errichtung von Solaranlagen geeignet sind, gibt und die Denkmäler nicht vom öffentlichen Raum aus einsehbar sind. Solaranlagen, die vom öffentlichen Raum aus einsehbar sind, sind dann zu erlauben, wenn sie reversibel sind und nur minimal in die Substanz und das Erscheinungsbild des Denkmals eingreifen. Die Erheblichkeitsschwelle für die Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes kann durch Nebenbestimmungen zur Sicherstellung einer denkmalgerechten Gestaltung der Solaranlagen abgemildert werden. Hierbei ist beispielsweise zu berücksichtigen, dass die Solaranlagen sich möglichst der eingedeckten Dachfläche unterordnen müssen.                          

Weitere Infos zu den Entscheidungsleitlinien finden Sie »hier.