Auf einen Blick

Die Inhalte dieser Seite finden Sie auch im »Bilanz- und Impulspapier EKvW klimaneutral 2040

Die Landessynode der EKvW beschloss 2008 die Entwicklung und Umsetzung eines ambitionierten, integrierten Klimaschutzkonzepts. Kernstück des Konzepts ist das Ziel, bis 2020 die kirchlich verursachten CO2-Emissionen aus Gebäudebewirtschaftung, Mobilität und Beschaffung um 40% gegenüber 1990 zu senken. Die größten Potenziale weist hierbei das Handlungsfeld Gebäude auf, gefolgt von den Umweltauswirkungen im Bereich Mobilität. So konzentrierten sich auch die Maßnahmenvorschläge des Klimaschutzkonzepts auf diese beiden Teilbereiche kirchlichen Handelns. Für 10 wesentliche Handlungsfelder wurden den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen hierzu insgesamt über 50 Maßnahmen zur Umsetzung empfohlen. Die errechneten Klimaschutzbeiträge der einzelnen Maßnahmen stellten die Erreichung der Klimaschutzziele sicher.

Die Aktualisierung der CO2-Bilanz der EKvW erfolgte 2020 auf der Basis von Verbrauchszahlen des Jahres 2019. Aufgrund der Bilanzierung kann davon ausgegangen werden, dass das Klimaschutzziel 2020 – nicht zuletzt durch coronabedingte Einflüsse – erreicht ist.

Die Verschärfung der EU-Klimaziele und -auf Deutschland bezogen- vor allem das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts im Mai 2021 bedeuten auch für die EKvW, dass der bisher geplante Pfad für CO2-Minderung nicht zielführend ist. Die angestrebte bilanzielle Klimaneutralität bis 2040 ist unter diesen Prämissen die richtige Zielsetzung. Ein messbarer kirchlicher Beitrag zum 1,5°-Limit des Pariser Klimaschutzabkommens erfordert allerdings, dass bis 2030 eine Reduktion von 70% gegenüber der Basis 1990 erreicht sein muss. Neben dem „großen“ Gesamtziel ist es notwendig, Teilziele für die umweltrelevanten Bereiche kirchlichen Handelns und Wirtschaftens festzulegen. Die Entwicklung dahin muss regelmäßig überprüft werden, um ggf. rechtzeitig nachsteuern zu können.

Die Klimaschutzstrategie mit dem Ziel der Klimaneutralität baut auf zwei wesentliche Faktoren auf: Energieeinsparung und Erneuerbare Energien. Zum einen müssen die Energieverbräuche so weit wie möglich reduziert werden. Gleichzeitig wird der verbliebene Energiebedarf auf erneuerbare Energien umgestellt, die bei der gleichen Energiemenge einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß verursachen. Kompensationsmaßnahmen gelten grundsätzlich als letztes Hilfsmittel, um die letzten unvermeidbaren Prozentpunkte auszugleichen.