Klimafasten

Von Aschermittwoch bis Ostersonntag: Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Auch in 2022 rücken wir den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Fastenzeit. Mit dem biblischen Leitsatz „So viel du brauchst“ regt die Fastenaktion dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren, etwas zu verändern und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es geht darum zu erfahren: „Klimafasten tut Leib und Seele gut, lässt uns achtsamer werden, weitet den Blick, bereitet auf Ostern vor und verändert mich und die Welt.“

Das ‚Klimafasten‘ folgt der christlichen Tradition, in der Zeit vor Ostern des Leidens zu gedenken und bewusst Verzicht zu üben, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen. Der Klimawandel verursacht Leiden, denn er gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Klimaschutz macht Verzicht erforderlich. ‚Klimafasten‘ weitet den Blick, bereitet auf Ostern vor, verändert Sie und die Welt.

MITMACHEN: Beim Klimafasten finden Sie analoge und digitale Unterstützung. Sie können eine Begleitbroschüre bestellen, Ihre eigene Fastengruppe gründen oder einfach über das Projekteigene Internetportal gut begleitet durch die Fastenzeit kommen.

Materialien bestellen können Sie bei ines.schaefer@kircheundgesellschaft.de

oder mit dem Bestellformular am Ende der Seite

Die Broschüre finden Sie hier zum »Download

Alle Informationen finden Sie unter »Klimafasten.de

Alle Veranstaltungen finden Sie unter »Alle Termine (Klimafasten.de)

Woche 1: ZEIT FÜR…

… meinen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln

Jede:r von uns wirft pro Jahr durchschnittlich 75 Kilogramm Lebensmittel weg. Das entspricht etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen, aufs ganze Land hochgerechnet einem gewaltigen Berg von 6,1 Mio. Tonnen Lebensmittelabfällen. Hinzu kommt, dass rund ein Drittel der Lebens­mittel bereits aussortiert wird, bevor sie je einen Laden erreichen. Rechnet man Produktion, Ver­arbeitung, Handel und Außer­-Haus­-Verpfle­gung dazu, sind es sogar 12 Mio. Tonnen! Das muss nicht sein.

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Woche 2: ZEIT FÜR…

… das Leben im Meer

Jede:r von uns isst ungefähr 14 kg Fisch im Jahr. Steigende Preise zeigen, dass Fische rar werden. Der Großteil der von uns konsumierten Fische stammt aus Importen, vielfach aus armen Ländern, deren Bevölkerung oft unter Mangel­ernährung leidet. Für Krabben oder Tintenfisch wird bis zu 20 Mal mehr anderer Fisch mitgefan­gen, der überwiegend vernichtet wird. Es kommt darauf an, weniger Fische und Meerestiere zu konsumieren und wenn, dann nachhaltig pro­duzierte – mit Bedacht auf Artenvielfalt und weltweite Fairness!

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Woche 3: ZEIT FÜR…

… um das „Drumherum“ unter die Lupe zu nehmen

Raten Sie einmal: Das Wievielfache unseres Körpervolumens werfen wir im Durchschnitt pro Jahr an Plastikverpackungen in den Müll? Das 10 bis 15­-fache. Nur ein kleiner Teil davon wird so recycelt, dass ein neues Produkt entsteht. Der grö­ßere Teil wird verbrannt. Zudem gelangen Plastik­verpackungen ins Meer. Wenn wir so weiterma­chen, werden bis zum Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische in den Meeren schwimmen. Erschre­ckend, zumal Plastikmüll sich über Jahrhun­derte kaum abbaut.

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Woche 4: ZEIT FÜR…

… für den Geschmack der Region

Im Winter finden wir in den Supermärkten Spargel aus Peru und Frühkartoffeln aus Ägyp­ten. Die langen Transportwege führen zu einer schlechten Klimabilanz. Auch wenn es bei uns kalt ist, gibt es viele Möglichkeiten mit regiona­len Lebensmitteln lecker zu kochen. Denn wenn die Wege kurz sind – vom Feld auf den Teller ­dann wird meist das Klima geschont. Und es gibt einen Anreiz, die Vielfalt des Wintergemüses neu zu entdecken und zu schmecken – wie Schwarzwurzel, Steckrübe, Winterportulak, Pastinaken.

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Woche 5: ZEIT FÜR…

… für junges Gemüse

Wer träumt nicht von der eigenen Ernte? Dass Obst und Gemüse nicht nur auf dem Land wach­sen können, beweist Urban Gardening. So baut Lucia Alcover mitten in der philippinischen Großstadt Talisay City mit ihrem Verein Obst und Gemüse an. In einer Hütte wachsen hier Kräuter, Heilpflanzen und hängende Farne. Dort geben sie auch ihr „Grünes Wissen“ weiter. Dieses und vie­le andere Beispiele zeigen, dass es auch in Groß­städten Orte gibt, um Lebensmittel anzubauen – und Menschen, mit denen wir gemeinsam gärtnern können.

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Woche 6: ZEIT FÜR…

… mit weniger Energie in der Küche

Küchengeräte machen das Leben leichter. Schnell wird die Kaffeebohne gemahlen, der Teig gekne­tet, die Mohrrübe geraspelt. Große Küchengeräte wie Herd und Kühlschrank gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt – und sind damit große Stellschrauben, um mit weniger Energie aus­ zukommen. In dieser Woche geht es darum, beim Kochen, Backen, Spülen, Kühlen und Einfrieren weniger Energie zu benötigen und dafür die ei­gene Küche und das eigene Handeln genauer in den Blick zu nehmen.

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Woche 7: ZEIT FÜR…

… für gemeinsamen Wandel

Ideen für einen Wandel weiter zu tragen, da­rum geht es in dieser Woche. Sie haben viel­leicht schon die eine oder andere Möglichkeit gefunden, Ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Und wenn Sie dabei an Grenzen kommen? Dann geht es nur mit anderen weiter. „Gemeinsam für den Wandel mit Fuß und Hand“ kann das Motto sein. Eine gute Möglichkeit sind sogenannte Handabdruck-­Aktionen. Probieren Sie es aus! Für jede:n gibt es einen passen­ den Hebel für mehr Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit

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FAQ KLIMAFASTEN

Warum machen wir Klimafasten?
Wir sind der Meinung, dass Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit Leib und Seele gut tut: Spüren und erleben, was man wirklich braucht und was wichtig ist für ein gutes Leben im Einklang mit der Schöpfung. Das Klimafasten lässt Herz, Hand und Verstand anders und achtsamer mit der Schöpfung und den Mitgeschöpfen umgehen. Wir wollen den Blick weiten, auf Ostern vorbereiten und dabei mich und die Welt verändern.
Wer kann mitfasten?

Mitmachen kann jeder, der möchte.

Was kostet die Teilnahme und wie bestelle ich Material?

Das Klimafasten ist kostenlos. Sie können entweder digital fasten und findet dabei das Begleitmaterial auf unserer Internetseite. Alternativ können Sie sich das Begleitmaterial per E-Mail bestellen: ines.Schaefer@kircheundgesellschaft.de

 

Wie finde ich Fastengruppen in meiner Nähe?

Am besten, Sie fragen direkt in Ihrer Kirchengemeinde nach. Falls es noch keine Fastengruppe gibt, können Sie einfach selbst eine gründen. Begleitmaterial für Fastengruppen und Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Internetseite.

Wo finde ich genauere Informationen zum Klimafasten?

Sie können sich entweder auf der Webseite » klimafasten.de informieren, oder uns direkt fragen.

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